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KALT UND NASS - ABER SONST SUPER
Wie nach Mariazell die Wallfahrer kamen Funkamateure mit ihren Familien aus Nah und Fern zu den Amateurfunktagen 2010 nach Altlengbach zur Mostschenke. Leider hat das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und so war es vermutlich eines der kältesten und nassesten August-Wochenenden der letzten Jahre - zeitweise hatte man den Eindruck, als würde der gesamte Niederschlag ausschließlich über Altlengbach niedergehen ...
SEHR GUT BESUCHTER FIELDDAY DES ADL 303 - ORTSGRUPPE MÖDLING DES ÖVSV
Dennoch tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch - der Parkplatz der Mostschenke war gerammelt voll und die große Wiese darunter war mit Wohnwagen, Autos, Zelten und Antennen ganz ordentlich belegt. Am Flohmarkt konnte man so manches Schnäppchen ergattern, manch Amateurfunker kam auch aus dem angrenzenden Ausland mit allerhand Bastelmaterial und Raritäten für das Shack - "Flöhe" gab es also mehr als genug.
ES WURDE VIEL GEFUNKT UND GETESTET
Auf 144 MHz wurden mit 2 x 9 Element horizontal gestockten M² Yagis und dicker 1,5 kW Endstufe EME-Versuche gemacht. Die Elevation erfolgte mittels elektrischem KR-500 Rotor, horizontal konnten die Antennen per Hand verstellt werden. Tatsächlich konnten auch einige Stationen gearbeitet werden, man mußte sich halt nach den Zeiten richten, wo der Mond auch sichtbar war.
ATTRAKTION FÜR KURZWELLENINTERESSIERTE - DER SPIDERBEAM
Auf Kurzwelle war neben einer Vielzahl an diversen Windom-, Dipol- und Vertikalantennen der sogenannte Spiderbeam auf einem großen eigenen Funkmast DIE Attraktion am Fielddaygelände. Schon empfangsmäßig war bereits problemlos USA auf dem 20 Meter Band zu hören, dennoch hatte Dieter - OE8KDK mit einem MFJ-Analyzer entdeckt, das etwas mit der Speiseleitung der Spiderbeam nicht in Ordnung war und auch kleinere Fehler beim Aufbau gemacht wurden. Dennoch war es eine interessante Erfahrung - diese Antenne wird ja vielfach und sicher nicht ohne Grund bei Expeditionen verwendet.
DER ADL 303 RIEF - UND ALLE SIND GEKOMMEN
Ebenfalls auf der Wiese platziert waren das Bundesheer, Michael - OE1MMU mit seinem Funkbus, die Johanniter, der ASBÖ, die Fuchsjäger der ARDF, die Landesverbände OE1 (mit neuem Zelt) und OE3 des ÖVSV mit einem Infostand und Newcomerbetreuung, das Notfunkreferat des Landesverbandes OE3 sowie Leopold - OE1LRS mit dem Bus der Funküberwachung.
KURZWELLE - BEIM FIELDDAY BESONDERS INTERESSANT
Die Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle waren eher durchschnittlich und der YO-Contest war nicht unbedingt wünschenswert für einen Fieldday, aber zumindest waren dadurch ordentliche Signale am Band zu hören und die Großsignalfestigkeit so mancher Transceiver konnte damit recht gut getestet werden, hi.
ETWAS DX GEHT IMMER
Erwartungsgemäß war das 20 Meter Band am späteren Nachmittag wieder nach USA offen und so konnten von OE1XJA/3 neben Stationen aus 4X4 - Israel auch W3 - USA mit einem einfachen Dipol mit Zweidrahtleitung und Matchbox gearbeitet werden. Eine Stunde zuvor konnte unser Hanno - OE1JJB - obwohl vor lauter Kälte schon völlig klamm in den Fingern - auf 18 MHz sogar JA - Japan erwischen - selbstverständlich in Telegraphie !
TROTZ ALLEM - EIN ECHT SCHÖNER FIELDDAY
Es war trotz extrem schlechten Wetters ein wirklich schöner Fieldday des ADL 303, der auch sehr gut organisiert war. Bloß hat der Autor dieser Zeilen seit Jahren nicht mehr so gefroren wie am vorigen Samstag in Altlengbach. Daher haben wir einhellig beschlossen, das der Fieldday im nächsten Jahr unbedingt mit sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein stattfinden muß - BASTA !!!
Bis dahin wird vom Wetter nicht mehr gesprochen, hi !
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